Wie du mit der 2-Minuten-Regel sofort Zeit sparen kannst

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Immer wieder fragt man sich erstaunt, wo die Zeit geblieben ist. So schnell ist eine Stunde der Vorbereitung vergangen, ohne dass man irgendetwas erreicht hätte. Einfach aufgrund unkoordinierte Herumwurschtelns. Da ist diese kleine Aufgabe, da muss ich hier noch etwas auf die To-Do-Liste eintragen, oh Mist, da hätte ich ja auch schon längst dran denken müssen. Eine wirkungsvolle Methode gegen Kleinkram ist die 2-Minuten-Regel. Diese ist auch für Lehrer sehr sinnvoll einsetzbar.

Was ist die 2-Minuten-Regel?

Die 2-Minuten-Regel ist nicht schwer zu merken. Dauert etwas weniger als 2 Minuten, erledige es sofort. Klingt einfach? Ist es auch. Und unwahrscheinlich effektiv für dein Zeit- und Selbstmanagement.

Sobald du also eine Aufgabe erhältst, musst du eine Entscheidung treffen:

  • Dauert die Aufgabe länger als zwei Minuten, notiere sie in der Inbox
  • Dauert sie weniger als 2 Minuten und ist wichtig, erledige sie sofort
  • Dauert sie weniger als 2 Minuten und ist unwichtig, vergiss sie sofort

Du hast für die 2-Minuten-Regel also auch eine Auswahl zu treffen, ob eine Aufgabe überhaupt erledigt werden muss. Oft stellt man an dieser Stelle nämlich bereits fest, dass man sich eigentlich unnötige Arbeit aufgehalst hat, die niemandem etwas bringt. Du entscheidest, was dir hierbei wichtig ist.

Und ja: natürlich ist es schwierig, sich genau auf zwei Minuten festzulegen. Die zwei Minuten sind auch eher als Richtwert zu verstehen.

Warum du die 2-Minuten-Regel anwenden solltest

Aufschreiben kostet Zeit

Wenn eine Aufgabe in so kurzer Zeit erledigt werden kann, sparst du schon alleine Zeit im Vergleich zum Notieren auf einer Aufgabenliste. Denk drüber nach: Du notierst die Aufgabe, musst später vielleicht erst die Notiz suchen, dich erinnern, was genau zu tun war, die Notiz wieder löschen usw… In dieser Zeit hast du eine solche Aufgabe bereits erledigt und dir wertvolle Planungszeit gespart.

Freiheit im Kopf

Es ist simpel: je weniger Aufgaben, an die du denken musst, umso mehr Platz ist in deinem Kopf. Habe ich eine solche Aufgabe erledigt, denke ich mir immer: “Ein Problem weniger.” Und genauso ist es. Sich ständig zu erinnern, dass ja diese und jene kleine Aufgabe auch noch zu erledigen ist, blockiert und belastet.

Noch dazu kommt, dass bei einer Anhäufung solcher Aufgaben schnell ein Gefühl der Überforderung eintritt. So viele Aufgaben, so wenig Zeit. Es ist im Prinzip ähnlich wie bei der Next-Step-Liste: kleine Happen sind leichter zu verdauen.

Gutes Gefühl

Nicht zuletzt stellt sich beim Erledigen einer Aufgabe ein gutes Gefühl ein. Die Anwendung der 2-Minuten-Regel schafft ein schnelles Erfolgsgefühl während des Tages. Aufschieben dagegen ist immer mit einem bestimmten flauen Gefühl verbunden. Letztendlich tust du dir also auch etwas Gutes, wenn du kleine Aufgaben sofort erledigst.

Beispiele für die 2-Minuten-Regel

Im Lehrer-Alltag gibt es eine Fülle von Gelegenheiten, die 2-Minuten-Regel anzuwenden. Einige Beispiele sind:

  • Emails beantworten
  • Emails schreiben
  • Material bestellen, das man sowieso irgendwann kaufen muss
  • Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien ausdrucken
  • Korrespondenz (z.B. Mitteilungen an Eltern)
  • Termine mit Kollegen klären
  • Termine mit dem Chef klären
  • Terminentscheidungen treffen
  • Listen für Klassenfahrten erstellen

Das kannst du sofort umsetzen

Achte in der nächsten Schulwoche genau auf die anfallenden Aufgaben. Bei jeder davon, triff eine klare Entscheidung. Wie lange dauert die Aufgabe? Ist sie wichtig?

Fang sofort damit an, dir diese Entscheidung zu Gewohnheit zu machen. Du wirst den Kopf frei bekommen und dir selbst ein gutes Gefühl geben. Eine Erleichterung für Geist und Terminkalender.

Schlusswort

Findest du die 2-Minuten-Regel sinnvoll? Bei welchen weiteren Beispielen wendest du sie an? Ich freue mich über deinen Kommentar oder deine Nachricht, jeder Kommentar wird beantwortet.

Bis zum nächsten mal.

Und vergiss nicht: Auch Lehrer haben ein Recht auf Zeit.

Basti

 

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